8. Psychoanalytische Herbstakademie

von DPG

Wir laden herzlich ein zur 8. Psychoanalytischen Herbstakademie der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft in Kooperation mit dem Romanischen Seminar der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Gerhard Poppenberg.

Wie kein anderes Säugetier ist das menschliche Neugeborene angewiesen auf den Schutz und die Hilfe anderer, um zu überleben. Die zwischenmenschliche Beziehung ist zudem die Voraussetzung psychische und kognitive Fähigkeiten auszubilden.  Die Psychoanalyse beschreibt die Entwicklung vom Säugling zum erwachsenen Menschen als eine Folge von immer wieder neu zu lösenden Konflikten zwischen Abhängigkeit und Autonomie. Das Ideal dieser Entwicklung war lange Zeit das autonome Individuum. Inzwischen wird immer bewusster, dass es das unabhängige Subjekt nicht gibt. Keiner steht nur für sich. Individuelle Handlungen haben Auswirkungen auf andere, die oft weit entfernt leben. Dringend notwendige Lösungen für die Probleme unserer Welt (Klimawandel, atomare Bedrohung, gerechte Ressourcenverteilung…) können nur in Gemeinschaften gefunden werden.

Bezogenheit erleben und herstellen ist das Ziel der menschlichen Entwicklung. Dazu ist es notwendig, sich den Konflikten von Abhängigkeit und Autonomie zu stellen.

Diesem Thema nähern wir uns in der Herbstakademie von verschiedenen Seiten:
Mit der „Psychoanalyse des Glücks“ fragen wir uns in der Eröffnungsveranstaltung nach den Bedingungen für ein erfüllendes und produktives Leben mit anderen. Es gibt Vorträge über die Beziehungsmöglichkeiten und deren Auswirkungen in den verschiedenen Altersstufen: vom Säuglingsalter, der Adoleszenz bis zum Lebensende. Die Dynamik von Körper und Seele im Zusammenhang mit dem Beziehungserleben wird aus psychosomatisch-psychoanalyti­scher und phänomenologischer Sicht vorgetragen. Die kunstanalytischen Vorträge beziehen sich auf Beiträge aus Literatur und Malerei. In der Filmvorstellung geht es um die Frage “Wie entstehen emotionale Bindungen zwischen Menschen?“

Der öffentliche Abendvortrag beschäftigt sich mit dem Wandel von Beziehungserfahrungen durch die Digitalisierung unserer Lebenswelten. Abgerundet wird das Programm durch klinische Workshops und Informationen zur psychoanalytischen Ausbildung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und spannende Diskussionen mit Ihnen!

Klaus Grabska (Vorsitzender der DPG)

Beate Blank-Knaut (Stellvertretende Vorsitzende der DPG)

Monica Fritzsche, Peter Gabriel, Susanne Loetz, Bettina May-Jung, Barbara Scharnke, Regine Schmidt (Vorbereitungsteam des Instituts für Psychoanalyse der DPG in Heidelberg)

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