GAETANO BENEDETTI GEDÄCHTNISPREIS DER DPG

Zum Gedenken an Leben und Werk von Prof. G. Benedetti 

 Stifter des Preises

Die Stifter des Preises sind ab 2019 der Begründer des Preises Dr. med. Marco Conci und die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft als Zustifter. 2018 bleibt Dr.med. Marco Conci alleiniger Stifter. Der Preis wird ab 2018 bis auf Widerruf jährlich vergeben. Der Widerruf muss ein Jahr im Voraus erfolgen.

Stiftungsrat

Der Stiftungsrat besteht aus Dr. med. Marco Conci und der bzw. dem jeweiligen Vorsitzenden der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft. Das Sekretariat des Gaetano Benedetti Preises wird von Univ. Doz. Dr. Doris Conci MSc, (d.conci@salk.at) geführt.

 Zur Person und Werk von Gaetano Benedetti (1920-2013) 

Der in Catania als Sohn eines Chirurgen geborene Gaetano Benedetti studierte Medizin in seiner Geburtsstadt und ging anschließend nach Zürich, wo er bald ein enger Mitarbeiter von Eugen Bleulers Sohn, Manfred Bleuler, selbst Direktor der Universitätsklinik Burghölzli, wurde. 1956 gründete er mit Christian Müller die International Society for the Psychotherapy of Schizophrenia (ISPS), die eine wesentliche Rolle dabei ausübte, die Einzel-, Familien-, Gruppen- und Milieutherapie der Schizophrenie auf der ganzen Welt zu fördern. Nach abgeschlossener psychoanalytischer Ausbildung bei der Schweizer Gesellschaft für Psychoanalyse und nachdem er sich habilitiert hatte, ging Benedetti als Professor nach Basel, wo er bis zu seiner Pensionierung die ambulante psychotherapeutische Versorgung an der Psychiatrischen Universitätsklinik leitete. Nachdem seine ersten Kontakte zur DPG schon gegen Ende der 1950er Jahre erfolgt waren, wurde er in den 1970er Jahren zum Lehranalytiker und in den 1980er Jahren zum Ehrenmitglied der DPG ernannt. Hatte er Anfang der 1970er Jahre (zusammen mit Johannes Cremerius) in Mailand ein psychoanalytisches Institut gegründet, so wirkte er sein ganzes Leben lang als eine Art wissenschaftlicher Vermittler zwischen dem italienischen und dem deutschen Sprachraum. Sein Meisterwerk, “Todeslandschaften der Seele” (1983), wurde in mehrere Sprachen übersetzt und gilt immer noch als ein sehr wichtiges Zeugnis der Art des Kontaktes und der psychotherapeutischen Arbeit mit schwergestörten Patientinnen und Patienten, die wir immer noch anstreben sollten. 

Ziel des Gaetano Benedetti Preises

Der Gaetano Benedetti Gedächtnispreis wird zur Förderung des psychoanalytischen Nachwuchses vor allem hinsichtlich der Fähigkeit des Erarbeitens von Publikationen und Vorträgen ausschließlich aus dem Kreis der Ausbildungskandidatinnen und Ausbildungskandidaten der DPG ausgeschrieben.

Preisgeld

Das Preisgeld beträgt 2000 Euro.

2017 wurde der Preis nicht vergeben und deswegen wird Dr. med. Marco Conci im Jahre 2018 einmalig 2000 Euro spenden. Ab 2019 werden jährlich sowohl von Dr. med. Marco Conci als auch von DPG 1000 Euro gespendet.

Welche Arbeiten können eingereicht werden?

Eingereicht werden können bisher unveröffentlichte Arbeiten, die eine psychoanalytisch relevante Fragestellung behandeln. Das Thema kann frei und unabhängig vom Thema der jeweiligen DPG-Jahrestagung, an der der Preis verliehen wird, gewählt werden. Eine reflexive und fachliche Auseinandersetzung mit der Fragestellung soll sichtbar werden, vor allem aber auch die eigene Positionierung der Autorin bzw. des Autors nachvollziehbar sein.

Formale Bedingungen der eingereichten Arbeiten

Die eingereichte Arbeit orientiert sich an der Form eines fachlichen Aufsatzes und kann maximal 20 Seiten / 50 000 Zeichen (incl. Leerzeichen) umfassen.

Die prämierte Arbeit wird für die Jahrestagung durch die Autorin bzw. den Autor in einen maximal 25 000 Zeichen (incl. Leerzeichen) umfassenden Vortrag umgewandelt, der im Rahmen der Preisverleihung auf der DPG-Jahrestagung gehalten wird.

Eine spätere Einreichung zur Publikation, insbesondere im Forum für Psychoanalyse, wird durch die Stifter unterstützt.

Einreichungsfrist

Die Arbeiten, die sich um den Gaetano Benedetti Preis bewerben, müssen bis spätestens zum 10.01. des jeweiligen Vergabejahres beim Sekretariat des Gaetano Benedetti Preises (Univ. Doz. Dr. Doris Conci MSc, d.conci@salk.at) eingereicht werden.

Preisjury:

Die Preisjury besteht aus mindestens drei Mitgliedern, die vom Stiftungsrat (gegebenenfalls in Absprache mit dem DPG-Vorstand) bestellt werden. Die Anzahl der Mitglieder soll ungerade sein.

Eins der Mitglieder übernimmt den Vorsitz der Preisjury und hält den Kontakt zum Sekretariat des Gaetano Benedetti Preises (Univ. Doz. Dr. Doris Conci MSc, d.conci@salk.at). Der Vorsitz der Preisjury kann von Jahr zu Jahr alternieren. Die Mitarbeit in der Preisjury ist ehrenamtlich.  

Ablauf der Preisauswahl:

Die eingereichten Arbeiten werden vom Sekretariat des Gaetano Benedetti Preises anonymisiert an die Mitglieder der Preisjury geschickt.

Die Preisjury trifft bis spätestens am 30.04. des jeweiligen Vergabejahres ihre Preisentscheidung. Die Entscheidung wird dem Stiftungsrat umgehend durch das Sekretariat des Gaetano Benedetti Preises mitgeteilt.

Preisvergabe:
Der Preis wird durch die jeweilige Vorsitzende bzw. den jeweiligen Vorsitzenden der DPG auf der Mitgliederversammlung der DPG vergeben. Anschließend ehrt der Begründer des Preises die Preisträgerin bzw. den Preisträger in der Mitgliederversammlung durch eine Laudatio. Die nächste Preisvergabe erfolgt auf der DPG-Jahrestagung 2018 in Hamburg.

Der Preis wird ab 2018 bis auf Widerruf jährlich vergeben.

Der Widerruf muss ein Jahr im Voraus gemacht werden.

Stand: September 2017

 

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