GAETANO BENEDETTI GEDÄCHTNISPREIS DER DPG

Zum Gedenken an Leben und Werk von Prof. G. Benedetti 

 

  • Stifter: Dr. med. Marco Conci 
  • Wert: 1.000 Euro/Jahr 
  • Verleihung: jährlich 
  • Zielgruppe: Kandidaten der DPG 
  • Preisjury: 
  • Die Preisjury kann einschließlich ihres Vorsitzenden bis zu sechs Mitglieder haben 
  • Drei Mitglieder der Preisjury können vom Vorsitzenden der Jury vorgeschlagen werden, zwei Mitglieder vom Erweiterten Vorstand der DPG 
  • Die Mitglieder der Preisjury sollten selbst publiziert haben 
  • Die Preisjury bestimmt ihren Vorsitzenden selbst 
  • Die Mitarbeit in der Preisjury ist ehrenamtlich 
  • Der Preis kann so lange verliehen werden, so lange ein Preisgeld an die DPG gestiftet wird 
  • Diese Vereinbarung zwischen dem Stifter des Preises und der DPG kann jährlich mit einer Frist von 11 Monaten zum Jahresende aufgehoben werden 

 

Mitglieder der Preisjury 2016: Marco Conci (Vorsitzender), Cord Benecke, Karla Hoven-Buchholz, Herbert Will; sowie zwei weitere Mitglieder, vorgeschlagen durch den Erweiterten Vorstand der DPG: Elke Horn und Harald Kamm 

Zur Person und Werk von Gaeteno Benedetti (1920-2013) 

Der in Catania als Sohn eines Chirurgen geborene Gaeteno Benedetti studierte Medizin in seiner Geburtsstadt und ging anschliessend nach Zürich, wo er bald ein enger Mitarbeiter von Eugen Bleulers Sohn, Manfred Bleuler, selbst Direktor der Universitätsklinik Burghölzli, wurde. 1956 gründete er mit Christian Müller die International Society for the Psychotherapy of Schizophrenia (ISPS), die eine wesentliche Rolle dabei ausübte, die Einzel-, Familien-, Gruppen- und Milieutherapie der Schizophrenie auf der ganzen Welt zu fördern. Nach abgeschlossener psychoanalytischer Ausbildung bei der Schweizer Gesellschaft für Psychoanalyse und nachdem er sich habilitiert hatte, ging Benedetti als Professor nach Basel, wo er bis zu seiner Pensionierung die ambulante psychotherapeutische Versorgung an der Psychiatrischen Universitätsklinik leitete. Nachdem seine ersten Kontakte zur DPG schon gegen Ende der 1950er Jahre erfolgt waren, wurde er in den 1970er Jahren zum Lehranalytiker und in den 1980er Jahren zum Ehrenmitglied der DPG ernannt. Hatte er Anfang der 1970er Jahre (zusammen mit Johannes Cremerius) in Mailand ein psychoanalytisches Institut gegründet, so wirkte er sein ganzes Leben lang als eine Art wissenschaftlicher Vermittler zwischen dem italienischen und dem deutschen Sprachraum. Sein Meisterwerk, “Todeslandschaften der Seele” (1983), wurde in mehrere Sprachen übersetzt und gilt immer noch als ein sehr wichtiges Zeugnis der Art des Kontaktes und der psychotherapeutischen Arbeit mit schwergestörten PatientInnen, die wir immer noch anstreben sollten. 2 

 

Procedere: 

1) Herr Dr. Conci stiftet der DPG jährlich im Januar eines Jahres zweckgebunden für den GAETANO BENEDETTI GEDÄCHTNISPREIS 1000,-- €, der jeweils im Folgejahr verliehen wird 

2) Der Preis wird jährlich im call for papers der DPG-Jahrestagung und im Mitgliederrundschreiben der DPG ausgeschrieben für eine wissenschaftliche Arbeit zum Tagungsthema der DPG Jahrestagung 

3) Die Arbeit soll das Tagungsthema auf der Ebene der Klinik, der Theorie, der empirischen Forschung und ggf. mit Bezug zu Nachbarwissenschaften behandeln; sie soll maximal 30.000 Zeichen (incl. Leerzeichen) umfassen 

4) Das Abstract/eine Zusammenfassung der Arbeit wird von den Autoren bis Mitte September beim Vorsitzenden der Preisjury, Dr. Marco Conci, E-Mail: concimarco@gmail.com, eingereicht. 

5) Die Arbeit in der Endfassung wird beim Vorsitzenden der Preisjury bis Ende Februar eingereicht 

6) Die Auswahl einer preiswürdigen Arbeit obligt der Preisjury; sie bestimmt vor Beginn der Jahrestagung einen Preisträger 

7) In der DPG Mitgliederversammlung wird die Entscheidung der Preisjury durch ihren Vorsitzenden begründet und der Preisträger durch den Vorsitzenden der DPG geehrt (Preisverleihung) 

8) Am darauf folgenden Tag (in der Regel ein Samstag) findet im Rahmen der Parallelveranstaltungen der DPG-Jahrestagung ein Panel statt, bei dem der Leiter der Jury den Preisträger vorstellt und die Preisverleihung begründet (ca. 15 Minuten). Der Preisträger hält einen Vortrag (ca. 30 Minuten), der anschließend diskutiert wird (ca. 15 Minuten); Gesamtzeit: max. 60 Minuten 

9) Die Preisjury bemüht sich um eine Publikationsmöglichkeit der prämierten Arbeit im Forum der Psychoanalyse 

 

Berlin, den 21.7.15 

gez. Thilo Eith, Geschäftsführer

 

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