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Hans-Jürgen Wirth: KOLLEKTIVES MORDEN

KOLLEKTIVES MORDEN – VERSUCH, DAS RADIKAL BÖSE ZU VERSTEHEN

EINTRITT: 10 EURO, STUDENTEN UND WBT: 5 EURO

Wie werden aus normalen jungen Männern Massenmörder? In der Genozid- Forschung stehen sich zwei Erklärungsansätze diametral gegenüber: Während der eine von Hanna Arendts Diktum der „Banalität des Bösen” ausgeht, führt der psychoanalytisch fundierte Ansatz die gleichen Handlungen auf den „bösartigen Narzissmus” (Otto Kernberg) zurück. Hans-Jürgen Wirth unternimmt den Versuch, beide Ansätze in einer sozialpsychologischen Theorie zu integrieren.

Prof. Dr. rer. soc. habil. Hans-Jürgen Wirth (DPV, DGPT) ist als Psychoanalytiker und psychoanalytischer Familientherapeut (BvPPF) in eigener Praxis in Gießen tätig. Er lehrt Sozialpsychologie an der Universität Frankfurt a.M. und ist Gründer des Psychosozial-Verlages. Publikation: Narzissmus und Macht. Zur Psychoanalyse seelischer Störungen in der Politik.

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Über Schönheit und das Böse" statt. 

Eröffnen werden wir die Reihe mit einem Vortrag über Schönheit. Prof. Dieter Schnebel, Komponist, Musikwissenschaftler und Theologe, hat unsere Einladung angenommen, zu uns über diesen nicht unproblematischen, „schillernden” Begriff zu sprechen.Fortsetzen werden wir den Veranstaltungszyklus mit dem Thema „Das Böse”. Erschrocken, entsetzt, verstört reagierten wir in den letzten Monaten auf Bilder und Nachrichten von Grausamkeit und Zerstörungswut. Unter diesem Eindruck haben wir entschieden, uns im diesjährigen Programm mit dem Bösen zu beschäftigen. Wir möchten versuchen eine Vorstellung von der innerenund äußeren Welt zu erarbeiten, in der kalte Brutalität möglich ist. Es wird darum gehen, das Böse in uns selbst zu untersuchen und unsere Vorstellung vom „Bösen” zu begreifen.

Ort: Berlin

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