BERLIN: Institut für Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatik Berlin, Weiterbildungsstätte der DPG

Öffentliche Vorträge am IPB 2021/22

Beginn jeweils 20.30 Uhr im Institut für Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatik Berlin. Unkostenbeitrag 10 €, Studierende ermässigt 5 €.
Nähere Informationen zu den Vorträgen auf der Homepage des Instituts:
https://www.ipb-dpg-berlin.de/cms/fortbildung/oeffentliche-veranstaltungen

Abhängig von den mit der Pandemie einhergehenden Kontakteinschränkungen finden die Vorträge in Präsenz oder online statt. Bitte informieren Sie sich auf der Homepage des Instituts. In jedem Fall ist eine rechtzeitige Anmeldung erforderlich unter: ipb@dpg-psa.de 

---------------------------------------------------------------------------------------------------

Mittwoch, 15.9.2021, 20:30 h

Annette Simon
WIEDERKEHR ODER NEUGEBURT? ANMERKUNGEN ZUM RECHTSPOPULISMUS IN OSTDEUTSCHLAND

Der Vortrag wird sich mit der Frage befassen, warum es im Osten Deutschlands gehäuft zu rechts-populistischen Demonstrationen und rechtsradikalen Übergriffen sowie ähnlich gelagertem Wahlverhalten kommt. Dabei wird auf die existenziellen Veränderungen eingegangen, denen die Ostdeutschen durch die „Wende“ ausgesetzt waren. Wichtige Konflikte zwischen ihnen konnten im schnellen Vereinigungsprozess nicht ausgetragen werden. Es wird auf die psychischen Prägungen durch die DDR eingegangen und die Hypothese aufgestellt, dass einige alte Gefühle aus der DDR-Zeit wie Angst, Fremdheit und Misstrauen gegen über staatlichen Strukturen erst nachträglich aufsteigen.

Zur Website des IPB

---------------------------------------------------------------------------------------------------

Mittwoch, 17.11.2021, 20:30 h

Hans-Jürgen Wirth
DIE CORONA-PANDEMIE ALS ZERREISSPROBE FÜR INDIVIDUUM UND GESELLSCHAFT. ÜBERLEGUNGEN ZUR PSYCHOANALYTISCHEN SOZIALPSYCHOLOGIE

Die Corona-Pandemie hat existenzielle Realängste, aber auch phobische und paranoide Ängste ausgelöst, die zur Aktivierung von unbewussten Abwehrreaktionen auf individueller und kollektiver Ebene geführt haben. Zur Bewältigung der Krise bedarf es der »Fähigkeit zur Besorgnis« (Winnicott). Gleichzeitig machen sich irrationale Reaktionen, Verschwörungstheorien und neue politische Bewegungen wie die des Querdenkens breit. Krisen eröffnen jedoch auch die Chance zur Neuorientierung. Die Psychoanalyse hat die Aufgabe, diese Prozesse reflexiv und selbstreflexiv zu begleiten und so unsere Handlungsoptionen zu erweitern.

Zur Website des IPB

---------------------------------------------------------------------------------------------------

Mittwoch, 19.1.2022, 20:30 h

Kristin White
ABSTAND-HALTEN IN DER PSYCHOANALYSE: ÜBER DIE SCHWIERIGKEIT, BEI TELEFON- UND VIDEOANALYSEN IN KONTAKT ZU KOMMEN.

Dargestellt wird eine mögliche Entgleisung der psychoanalytischen Kommunikation, die durch Telefon- und Internetanalysen entstehen kann, welche gleichzeitig die Phantasie von Nähe und Distanz ermöglichen. In einer sicheren Entfernung voneinander können die Ängste, Schmerzen und Konflikte, die in der Intimität entstehen, abgewehrt werden. Aus dieser psychodynamischen Rückzugs-Konstellation wieder herauszufinden kann sehr schwierig sein.

Zur Website des IPB

---------------------------------------------------------------------------------------------------

Mittwoch, 17.2.2022, 20:30 h

Karin Dannecker
„ECHT HÄSSLICH!“

Über das Nicht-Schöne in Kunst, Kultur und Psyche Hässlichkeit weckt tiefe Gefühle, die mit Angst, Ekel, Verachtung und Schuld zusammenhängen. Ihre Verbindung zum Sterblichen macht aus der Hässlichkeit ein immer gegenwärtiges menschliches Thema. Der Vortrag stellt Konzepte zur ›Hässlichkeit‹ vor mit dem Ziel, mehr über die Domäne des Hässlichen aus künstlerischer, psychodynamischer und therapeutischer Sicht zu verstehen.

Zur Website des IPB

---------------------------------------------------------------------------------------------------

Mittwoch, 17.3.2022, 20:30 h

Stefanie Rosenfeld
LAIOS UND IOKASTE - DIE ÄLTERE GENERATION IN DER ÖDIPALEN SITUATION

Die konflikthaften Ebenen des Erlebens der Generativität im Alter werden häufig verleugnet, das Alter idealisiert. Es ist lohnenswert, die psychosexuellen Konflikte dieser Lebensphase zu betrachten und sich mit der matrilinearen und der patrilinearen Generativität zu befassen, die es zu unterscheiden gilt. Der Vortrag will dies anhand von Fall- und Literaturbeispielen verdeutlichen.

Zur Website des IPB

---------------------------------------------------------------------------------------------------

Mittwoch, 15.6.2022, 20:30 h

Bettina Ganse
ZUR BEDEUTUNG DES FENSTERMOTIVS ALS TODESSYMBOL IM WERK VON CHARLOTTE SALOMON

Das Werk der Berliner Malerin Charlotte Salomon (1917-43), mutet an wie eine psychoanalytische Fallgeschichte: sie schafft malend Bedeutungen und Symbolisierungen, die sich mit den Suiziden der Frauen in ihrer Familie befassen. Was der Suizid der Mutter für ein kleines Mädchen bedeuten mag, möchte ich beleuchten anhand ausgewählter Bilder, auf denen ein Fenster vorkommt.

Zur Website des IPB

---------------------------------------------------------------------------------------------------

REFERENTEN

Prof. Dr. Karin Dannecker, Kunsttherapeutin, Kinder- u. Jugendlichentherapeutin, Leiterin des Studienganges Kunsttherapie an der Weissensee Kunsthochschule Berlin, Kunsttherapeutin in der Schlosspark-Klinik und der Park-Klinik Sophie-Charlotte Berlin

Dr. phil. Dipl. Psych. Bettina Ganse, niedergelassen als Psychoanalytikerin (DPG/IPV) und Gruppenanalytikerin (D3G) in Berlin-Lichterfelde-West, Dozentin und Supervisorin am IPB Berlin

Dr. med. Stefanie Rosenfeld, prakt. Ärztin, niedergelassen als Psychoanalytikerin (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) in Düsseldorf (DPG, DPV/IPV), Dozentin, Supervisorin, Lehranalytikerin am IPD Düsseldorf

Dipl. Psych. Annette Simon, niedergelassen als Psychoanalytikerin (DGPT) in Berlin-Pankow, Dozentin, Supervisorin und Lehranalytikerin am APB Berlin

Dipl. Psych. Kristin White, niedergelassen als Psychoanalytikerin (DGIP, DGPT) in Berlin-Tiergarten, Lehranalytikerin, Dozentin und Supervisorin am AAI Berlin

Prof. Dr. Hans-Jürgen Wirth, Psychoanalytiker und psychoanalytischer Paar- und Familientherapeut, Professor für Sozialpsychologie Universität Frankfurt. Gründer und Verleger des Psychosozial-Verlags. Mitherausgeber der Zeitschriften »psychosozial« und »Psychoanalytische Familientherapie«

---------------------------------------------------------------------------------------------------

ARCHIV

----------------------------------------------------------------------------------------------------