DPG- und Fachveranstaltungen

Freitag, 18.09.2020

Attraktion von Hasspolitik

Einladung zum gemeinsamen Symposion
Akademie und DPG-AG München
18. September 2020 Beginn: 17.30 Uhr

Teilnahme im Präsenzmodus oder Virtuell per ZOOM

Herzlich laden wir Sie zu unserem gemeinsamen Symposion ein.
„Attraktion von Hasspolitik“

Die Corona-Pandemie brachte zunächst optimistisch stimmende Entwicklungen von Nachdenklichkeit, Solidarität und neuen Zielsetzungen für die Gesellschaft. Bald häuften sich jedoch in den Social media, dann auch auf den Straßen wieder die Äußerungen von Hass, Häme, Misstrauen und Destruktivität, die in den Jahren zuvor vor allem von Seiten der Rechten kamen. Ihr politisches Programm ist eine Lizenz zum Hass. Über die Wahlerfolge nationalradikaler Parteien hinaus verbreitete sich im Internet, in den Medien, imParlament eine Atmosphäre von aggressiver Spannung und Entwertung, die alle demokratischen Institutionen und die Personen, die sie vertreten, zu zerstören versuchte – auch wenn diese Absicht geleugnet wurde, und die Selbstinszenierung als aufrechte Verteidiger der Demokratie und Opfer des PC-Terrors oder der Merkel-Diktatur für viele, auch die Rechtsextremen selber, funktionierte.

Die drei Beiträge des Symposiums suchen aus den unterschiedlichen Perspektiven der Sozialpsychologie, der Geschichtswissenschaft und der Psychoanalyse Antworten auf die Frage, was die Menschen offen macht für eine politische Lizenz zum Hass. 

Das Symposion findet in deutscher und englischer Sprache statt. Für die englischen Vorträge gibt es eine deutsche Übersetzung. Das Symposion findet im Präsenzmodus und mit virtueller Zuschaltung und virtueller Teilnahmemöglichkeiten statt.

Freitag 18. September 2020

17.30 -18.30 Uhr

Einführungen der Veranstalter*innen

Vortrag

Gudrun BROCKHAUS (Sozialpsychologin, München):

Ansteckungsgefahr – Zur Attraktion von Hasspolitik

Die Ausbreitung und Normalisierung von Hasspolitik führt zu starken emotionalen Reaktionen bei uns allen, eine Übernahme von Hasslogik liegt nahe.

Gudrun Brockhaus ist Sozialpsychologin und Psychoanalytikerin in eigener Praxis. Arbeitsschwerpunkte: Publikationen, Forschung und Stiftungstätigkeit zu Themen der  Politischen Psychologie, v.a. zur Sozialpsychologie des Nationalsozialismus und seiner Nachwirkungen.

18.40 – 20.00 Uhr

Vortrag 

Roger GRIFFIN (Historiker, Oxford):

How the need to belong can make hatred attractive

Die Quellen von Hass liegen in existenziellen Verunsicherungen in der Moderne, die das Heimatversprechen von Hasspolitik anziehend werden lässt.

Roger Griffin, Prof. em. für Zeitgeschichte an der Oxford Brookes University, ist einer der weltweit bekanntesten Faschismusforscher. Er untersucht die soziohistorischen und ideologischen Dynamiken historischer Faschismen, aber auch heutiger extremistischer Bewegungen.

Fragen und Diskussion

Marina MEIER  (Soziologin) stellt Fragen an Roger Griffin und im Anschluss erfolgt eine offene Diskussion.

20.00 – 20.30 Uhr

Pause

Mit Getränken und Imbiss

20.30 – 22.00 Uhr

Vortrag 

Joshua DURBAN (Psychoanalytiker, Tel Aviv)

Osmotic Anxieties and „Hard Ideologies”- the Attack against Sanity

Am Material aus der psychoanalytischen Behandlung eines rechtsextremistischen, an Hassverbrechen beteiligten Rabbis und Siedlers werden relevante psychodynamische Prozesse und die Verwicklungen des Psychoanalytikers dabei diskutiert.

Joshua Durban ist Kinder-, Erwachsenen-, Lehranalytiker und Supervisor der Israel Psychoanalytic Society und lehrt am Psychoanalytischen Institut in Jerusalem und an der Universität in Tel Aviv.  Arbeitsschwerpunkte: Autismus, Psychoanalyse im höheren Alter, psychotische Zustände, Missbrauchsprävention, Kulturanthropologie, Tod und Trauer, Behandlung unheilbar kranker Patienten.

Kommentar und Diskussion

Utz Palußek (Psychoanalytiker) gibt einen Kommentar zum Vortrag von Joshua Durban. Im Anschluss erfolgt eine offene Diskussion.

Anmeldung

In der Covit-19 Pandemie Zeit ist es ganz wichtig, dass Sie sich für die Veranstaltung im Präsenzmodus und für die virtuelle Veranstaltung rechtzeitig anmelden. Der Ort in München für die Veranstaltung im Präsenzmodus steht noch nicht fest, wird Ihnen aber nach Ihrer Anmeldung baldmöglichst mitgeteilt. Für die virtuelle Veranstaltung erhalten Sie auch zeitnah die Daten für das ZOOM Meeting, um sich darüber einklicken zu können. Bitte melden Sie sich per Mail bei Frau Müller-Jahn in der Akademie an         

mueller-jahn@psychoanalyse-muenchen.de .

Teilnahmebeitrag

Präsenzmodus incl. Imbiss   50.-€         Virtueller Modus  30.-€ ,

Kolleg*innen in Aus- und Weiterbildung der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München und des Alfred Adler Instituts können im virtuellen Modus kostenfrei und im Präsenzmodus 10.-€ (Imbiss) teilnehmen.

Kolleg*innen in Aus- und Weiterbildung im Präsenzmodus 30.-€ und im virtuellen Modus   10.-€

Student*innen im Präsenzmodus 20.-€ und im virtuellen Modus kostenfrei teilnehmen.

Bitte überweisen Sie den Betrag baldmöglichst, da erst mit Eingang des Betrages Ihre Teilnahme garantiert ist. Bedenken Sie, dass die Plätze im Präsenzmodus aufgrund der Abstands- und Hygieneregelungen begrenzter sind als im virtuellen Modus. Die Vergabe der Präsenz-Plätze erfolgt nach Eingang der Anmeldung und Überweisung. Sie erhalten Quittung und Fortbildungspunkte vor Ort oder im virtuellen Modus per Mail.

Kontodaten

Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München e.V.

IBAN: DE52 7002 0500 0007 8105 00

BIC: BFSWDE33MUE Bank für Sozialwirtschaft

Betreff: Symposion 18.9.20

Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen und wünschen Ihnen alles Gute.

Herzliche Grüße

Falk Stakelbeck                 Jürgen Thorwart

Freitag, 02.10.2020

Kleinianische Fallkonferenz in englischer Sprache

Diese interne Veranstaltung muss leider abgesagt werden.

DIPSAT

Samstag, 05.12.2020

Psychoanalytisches Arbeiten mit psychotischen Patienten in unterschiedlichen Settings

Download Tagungsankündigung und Anmeldung (siehe PDF)

AG analytische Psychosentherapie

Supervisionstreffen der DPG-AG analytische Psychosenpsychotherapie am Samstag, den 05.12.2020, 9.00 bis 13.00. Im Anschluß besteht die Möglichkeit, am Nachmittag an einer Tagung des Frankfurter Psychoseprojekts teilzunehmen.
Eine ausführlichere Einladung erfolgt per Mail in Kürze.

Freitag, 08.01.2021
Samstag, 06.03.2021

Dozentenkonferenz

Saarbrücken

Freitag, 19.11.2021

Kasuistisch-technische Konferenz

mit Eva Schmid-Gloor und Serge Frisch

Brüssel